Reisewarnung fürs Urlaubsland: Was nun?

Was tun, wenn die Situation im Reiseland nicht mehr sicher ist?

Neunkirchen, 01.09.17

Wer in der Welt unterwegs ist, wird mit immer mehr Risiken konfrontiert. Zwar meiden Urlauber in der Regel Gefahrenländer, aber zu Terroranschlägen oder politischen Auseinandersetzungen kann es praktisch überall kommen. Auch Risiken durch Infektionen und Naturkatastrophen werden vielfältiger. Was ist bei einer Reisewarnung des Auswärtigen Amtes zu beachten?

Ob eine Reise in ein bestimmtes Land sicher ist oder nicht, entscheidet das Auswärtige Amt. Gibt es eine Reisewarnung heraus, sollten Urlauber nicht mehr ins Land reisen. Manchmal gilt eine solche Reisewarnung auch nur für Teile des Landes oder bestimmte Regionen. Solche Reisewarnungen spricht das Auswärtige Amt allerdings nur selten aus. Auf seiner Website des Auswärtigen Amtes sind derzeit 25 Reise- oder Teilreisewarnungen gelistet, darunter für den Norden der Sinai-Halbinsel in Ägypten und den Osten der Ukraine.

Versicherungsschutz bei Reisewarnung

Reiseversicherungen verlieren ihre Gültigkeit, wenn eine Reisewarnung für den Aufenthaltsort ausgesprochen ist. Eine Reisekrankenversicherung würde dann die Behandlungskosten bei einer Erkrankung oder Unfallverletzung nicht mehr übernehmen. Kommt es zu einer Reisewarnung, können gebuchte Reisen in der Regel kostenfrei storniert oder umgebucht werden. Kommt es während des Urlaubsaufenthaltes zu einer Warnung, müssen Reiseveranstalter Urlauber aus diesen Ländern zurückholen. Der Schutz einer Reiseversicherung bleibt dann noch einige Tage bestehen und erlischt in der Regel 14 Tage nach der Meldung des Auswärtigen Amtes. Gelingt die Ausreise in dieser Zeit nicht, weil es keine Rückflüge oder andere Reiseverbindungen gibt, bleibt der Versicherungsschutz bis zur nächsten Ausreisemöglichkeit bestehen.

Reiserücktritt bei Terrorgefahr
Spricht das Auswärtige Amt keine Reisewarnung, sondern lediglich einen Sicherheitshinweis aus, wie etwa im Falle der Türkei, bleibt der Schutz durch eine Reisekrankenversicherung bestehen. Auch wenn viele Urlauber die Lage als bedrohlich empfinden: Wer eine Reise gebucht hat, kann aufgrund eines Sicherheitshinweises nicht vom Reisevertrag mit dem Veranstalter zurücktreten. Allerdings gibt es mittlerweile Reiserücktrittsversicherungen, die auch Terrorgefahren mit einschließen. Kommt es innerhalb von zwei Wochen vor Reisebeginn im Umkreis von 200 km des Urlaubsortes zu einem Terroranschlag, übernehmen sie die Stornokosten.

Krankenversicherung für Risikoländer

Wer trotz Reisewarnung in ein Risikogebiet reisen muss, ist in der Regel nicht durch eine Reisekrankenversicherung geschützt. Wer als Abenteurer oder aus beruflichen Gründen, als Journalist, Geschäftsreisender oder Entwicklungshelfer in ein Risikoland fährt, braucht einen speziellen Krankenversicherungsschutz, der auch Verletzungen durch Krieg und Terrorismus einschließt. Diese Versicherungen leisten unabhängig von Reisewarnungen. Krankenversicherungen für Kriegsgebiete sind mit touristischen Angeboten nicht vergleichbar. Individualreisende, die eine Versicherung für Gefahrenländer abschließen, müssen im Gegensatz zu herkömmlichen Reiseversicherungen mit eingeschränkten Leistungen, Selbstbehalten und deutlich höheren Prämien rechnen.


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