Alternative Skigebiete – Wohin, warum und für wen?

Sessellift in einem Skigebiet mit Blick auf die Piste

Viel Wald, viel Schnee, wenig Leute - So macht Skifahren Spaß!


Neunkirchen,

Ischgl, Sankt Anton, Davos, Kitzbühel oder Les quatre valleés – die Liste der beliebten und stark frequentierten Skigebiete ist sehr lang. Österreich, Schweiz, Frankreich und Italien werden im Winter von deutschen Schneebegeisterten geflutet. Dabei wird der Winterurlaub in den Alpen von Jahr zu Jahr kostspieliger. Wer Kompromisse eingehen kann, der findet aber Alternativen – auch außerhalb Deutschlands.

Es steht außer Frage, dass mit den Skigebieten in den Alpen in Europa nur noch manche Orte in den Pyrenäen mithalten können. Wer mehr als 100 Kilometer Pisten, zig Abfahrtsvarianten und eine geölte Tourimus-Maschinerie sucht, der kommt an den Platzhirschen der Branche nicht vorbei. Unsere Vorschläge richten sich vielmehr an Familien, Genussskifahrer und Winterurlauber, die auch gerne die Landschaft abseits der planierten Pisten erkunden möchten. Hier sind natürlich die deutschen Gebiete zu nennen, wie der Feldberg, Winterberg oder auch die zahlreichen kleineren Skiorte im Allgäu. Was die meisten gemein haben, ist ihr großer Zulauf an Wochenenden. Sie wissen, wo von die Rede ist, wenn Sie an einem Samstag in der Autokolonne nach Winterberg standen.

Vogesen / Frankreich

Weniger bekannt und dadurch leerer sind beispielsweise die Skigebiete in den französischen Vogesen. La Mauselaine in der Nähe von Gérardmer (Pistenplan) wartet mit 40 Kilometern Pisten, 168 Schneekanonen, 20 Liften, Nachtskilauf und liegt zwischen 800 und 1140 Meter Höhe. Der Tagesskipass kostet aktuell 26 Euro für Erwachsene – inklusive Nachtskilauf bis 22 Uhr 31,60 Euro - (im Vergleich zu den Alpen: circa 50 Euro) und auch Langlauffans kommen in den wunderschönen Wäldern auf ihre Kosten. Bei den Tarifen kann zudem recht individuell gewählt werden. So gibt es Halbtageskarten mit der Option auf Verlängerung um 2 Stunden, Nachmittagskarten und Nachtkarten.

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Ganz in der Nähe lohnt sich auch noch das Gebiet La Bresse-Hohneck (Pistenplan). Mit bis zu 1350 Metern etwas höher gelegen sind ab Mitte Dezember hier auch 20 Lifte und maximal 21 Pistenkilometer geöffnet. Eindrucksvolle 300 Schneekanonen garantieren eine gewisse Schneesicherheit. Nachtski ist hier nur am Wochenende geboten, aber dafür kann auch im Winter die Sommerrodelbahn (auf Schienen) genutzt oder mit Schlittenhunden durch die Wälder gedüst werden.

Polen

Deutlich mehr Auswahl an Skigebieten mittlerer Größe gibt es in Ländern östlich von Deutschland. Polen, Tschechien, aber auch Slowenien und die Slowakei sind zwar nicht immer näher als die Alpen gelegen, dafür aber weniger frequentiert und günstiger. Leider sind die Wartezeiten an den Liften in den polnischen Ferien recht lang. Das sollten Sie bei der Buchung berücksichtigen. Wichtig ist auch der Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Die normalen Behandlungskosten werden in Europa zwar meistens von Ihrer gesetzlichen Krankenkasse getragen – aber ein medizinisch sinnvoller Rücktransport nach Deutschland oder die Bergungskosten sind häufig nicht inkludiert. Darauf sollten Sie beim Abschluss auf jeden Fall achten. Gerne berät hier unser Kundenservice (+49 2247 9194-0).

In Polen liegen die vier von uns herausgesuchten Gebiete (Skigebiet Szklarska Poręba, Śnieżka (Schneekoppe) - Karpacz, Zieleniec sowie Białka Tatrzańska – Kotelnica/Kaniówka/Bania) zwischen 800 und 1300 Meter Höhe und die Preise für eine Tageskarte in der Hauptsaison zwischen 15 und 24 Euro – je nach Größe des Skigebiets. Bis auf Białka Tatrzańska liegen die Skiorte nur ungefähr zwei bis drei Autostunden von bspw. Dresden entfernt. Ein klarer Vorteil gegenüber den sechs Stunden Fahrt in die österreichischen Alpen. Das weiter entfernte Skigebiet in Polen ist mit ebenfalls sechs Stunden Anfahrt möglicherweise dennoch ein Tipp, da es mit 17 Kilometern Piste und 19 sehr modernen Liften eines der größten Gebiete im Land ist. Zudem sind alle Pisten beschneit und sehr breit. Zwar liegt der Gipfel deutlich unter 1000 Metern, aber die Lage im Osten Europas sichert zumeist eine lange Skisaison von Ende November bis Anfang April. Wobei es auch hier Saisons mit hohen zweistelligen Minusgraden und viel Schneefall, aber auch milde Winter mit reinem Kunstschnee gibt.

Gespurte Piste ohne Skifahrer mit Blick ins TalAllen vier Gebieten ist die bewaldete Umgebung gemein. Ein gänzlich anderes Skifahrgefühl als in den Alpengebieten oberhalb der Baumgrenze. Attraktiv wird das Skifahren in Polen aber vor allem aus finanzieller Sicht. Der Skipass ist aufgrund des kleineren Liftangebots schon deutlich günstiger, aber auch Appartements können außerhalb der Saison äußert preiswert gebucht werden. Eine Woche Anfang März für zwei Erwachsene und zwei Kinder ist schon problemlos für unter 500 Euro zu erhalten. In der Alpenregion zahlt man oftmals mindestens das Doppelte. Wer also eher nördlich von Zwickau oder östlich von Kassel wohnt, für den sind diese Skigebiete sicher als eine Alternative zu sehen.

Slowakei

Für alle die im Osten bzw. Nordosten Deutschlands leben, wäre möglicherweise auch die Slowakei ein Reiseziel. Mit 6 Stunden Fahrt aus Cottbus und Umgebung sicher kein Wochenendtrip, aber immer noch näher und preiswerter, als den Weg in die Alpen anzutreten. Eines der größten und modernsten Gebiete ist das Jasná Nízke Tatry – Chopok (Pistenplan). Mit einer Höhe bis zu 2000 Metern, 26 Liften und über 40 Kilometern Piste ist es für Anfänger sowie Profis gleichermaßen geeignet. Das Gebiet wirbt auch mit seinen vielfältigen Freeride-Zonen (12 insgesamt), FunParks und schwarzen Pisten, die Weltcup-Niveau haben. Wer sich hier herunterstürzt, dem ist eine Reiseunfallversicherung zu empfehlen, die im schlimmsten Fall wenigstens finanziell den körperlichen Schaden etwas auffangen kann.
Entsprechend der modernen Ausstattung ist auch der Tagesskipass mit 37 Euro kein riesiges Schnäppchen mehr. Dafür besticht es aber mit Schneesicherheit, toll präparierten Pisten und einem Service rund ums Skifahren, der den Alpen in nichts nachsteht. Auch Nachtskifahren wird täglich angeboten.

Wer die weitere Anfahrt auf sich nimmt, findet zudem in der Hohen Tatra noch ein Gebiet mit bis zu 2200 Metern Höhe. Tatranská Lomnica (Pistenplan), das höchste Skigebiet der Slowakei bietet zudem noch die Möglichkeit, per Seilbahn bis auf den Gipfel des mit 2634 Meter hohen Lomnický štít zweithöchsten Berg des Landes zu fahren. Eine reguläre Skiabfahrt gibt es von dort jedoch nicht. Der Skipass ist mit 33 Euro nur unwesentlich günstiger als im zuvor vorgestellten Gebiet. Bei nur 12 Pistenkilometern etwas erstaunlich, aber dafür ist das Gebiet dank Beschneiung und aufgrund seiner Höhenlage bis Ende April geöffnet.

Tschechien

Tschechien hat mit dem Erzgebirge eine direkte Verbindung zu Deutschland. Im Fichtelgebirge ist das Skigebiet Klínovec (Pistenplan) aktuell nur per pedes bzw. per Bus mit dem Fichtelberg verbunden. In den kommenden drei Jahren soll neben weiteren Sessel- und Gondelbahnen die Länderschaukel Erzgebirge verwirklicht werden. Damit werden die beiden höchsten Gipfel des Fichtelgebirges verbunden und das deutsch-tschechische Skigebiet wird noch interessanter. Aktuell findet man auf der tschechischen Seite zehn Lifte und ungefähr 18 Pistenkilometer. Die Tageskarte liegt bei preiswerten 25 Euro. Der Fichtelberg wird dann mit weiteren 15 Kilometern und 8 Liften das Skigebiet ergänzen. Die Beschneiungsanlagen sorgen auch hier für ordentliche Pistenbedinungen bis Ende März bzw. Ende April. Aufgrund seiner Bekanntheit und der Nähe zu Deutschland ist der Fichtelberg sicher nicht als Geheimtipp zu sehen. Außerhalb der Ferienzeiten ist es dennoch eine sehr gute Möglichkeit schöne Pisten in der tollen Umgebung des Kurortes Oberwiesenthal zu erleben.

Bild einer Schneekanone in AktionEtwas weiter entfernt, ungefähr drei Fahrtstunden von Dresden, liegt ein zweites Skigebiet in Tschechien, das wir empfehlen möchten. In Špindlerův Mlýn (Spindlermühle) (Pistenplan) locken nicht unbedingt Ruhe und leere Pisten, da es eines der bekanntesten Gebiete Tschechiens ist. Aber mit 85 Kilometern Langlaufloipe, 26 Pistenkilometern und nahezu 100 Prozent Beschneiung ist das Gebiet absolut lohnenswert. Vor allem leichte und mittelschwere Abfahrten schlängeln sich die maximal 1235 Meter hohen Berge hinab. Rodelbahnen, Flutlichtfahren und Funparks runden das Angebot ab. Aufgrund der Popularität sind die Preise etwas höher (31 Euro/Tagesskipass).

Slowenien

Warum wir noch zwei Skiorte in Slowenien vorstellen möchten? Für Norddeutsche ist es zu weit, und Wintersportler aus dem süddeutschen Raum haben die Alpen ja sozusagen vor der Nase. Zum einen ist der finanzielle Aspekt zu sehen, denn auch hier liegen die Tagespreise ungefähr 15 bis 20 Euro unter denen der renommierten Alpen-Skiorte und zum anderen bietet Slowenien eine wunderschöne von Flüssen durchzogene Gebirgslandschaft. Wer also nicht nur Skifahren will, sondern auch gerne zu Fuß die Umgebung erleben will, könnte hier glücklich werden.

Als nächstgelegenes Skigebiet empfiehlt sich hier Kranjska Gora (Pistenplan). Eher bekannt durch die Skispringwettbewerbe hat der kleine Ort auch 18 Skilifte und 20 Pistenkilometer zu bieten. Die geringe Höhe von 1295 Metern wird in schneearmen Wintern mit künstlicher Hilfe wettgemacht. Fast 90 Prozent der Pisten sind für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Der Weltcuphang von 1977 (Podkoren I) fordert aber auch sehr gute Skifahrer heraus. Auch die Unterkünfte sind mit ungefähr 400 Euro pro Woche für eine Familie mit zwei Kindern sehr attraktiv. Aber wer möchte, kann auch in hochklassigeren Hotels mit bis zu vier Sternen für den sechsfachen Preis unterkommen.

Einzelne Gondel mit Alpenpanorama50 Kilometer weiter im Landesinneren wartet dann das beliebteste Skigebiet Sloweniens. 30 Kilometer Piste, von denen 23 Kilometer als mittelschwer oder schwer gekennzeichnet sind. Was Krvavec (Pistenplan) so besonders macht, ist seine Lage. Eine im Jahr 2000 erbaute Gondel bringt die Skifahrer auf über 1400 Meter. Ab hier beginnt das eigentliche Skigebiet und reicht bis zu einer Höhe von 1971 Metern. Aufgrund der guten Höhenlage öffnet Krvavec seine Tore meist bereits Ende November und ermöglich Skifahrern ihren Sport bis Ende April bzw. sogar Anfang Mai.

Wenn es dann doch einmal zu voll sein sollte oder einfach die Ski einen Tag ruhen, liegt die Hauptstadt Sloweniens, Ljubljana, nur 25 Kilometer entfernt. Die sehr schöne Innenstadt mit ihren Sehenswürdigkeiten rundet dann einen besonderen Winterurlaub – abseits von Après Ski und Menschenmengen – perfekt ab.

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