Gefährliche Tiere: Das Petermännchen

Petermännchen

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Neunkirchen, 02.07.13

Endlich Urlaub: ein romantischer Strandspaziergang an einem warmen Sommerabend, barfuß im Sand und die sanften Wellen auf der Haut. Doch dann plötzlich ein scharfer, stechender Schmerz: Der Dorn eines Petermännchens hat sich in Ihre Fußsohle gebohrt! Wie gefährlich ist sein Gift? Und was ist jetzt dringend zu tun?

Ein Giftfisch für einen Heiligen

Das Petermännchen zählt zu den gefährlichsten europäischen Gifttieren. Sein harmlos klingender Name stammt vom niederländischen "pietermann" ab: Holländische Fischer warfen die Tiere wegen seiner Stacheln zurück ins Meer und weihten sie als Opfergabe ihrem Schutzheiligen Petrus.

Im Urlaub können Sie Petermännchen entlang der Atlantikküste, an der Nordsee, im Mittelmeerraum und auch am Schwarzen Meer begegnen. Einige Arten leben in bis zu 150 Metern Tiefe. Die Tiere halten sich aber auch oft im Flachwasser in Küstennähe auf – dort graben sie sich gerne im Sand oder Schlamm ein. So kann es passieren, dass Ihre Füße beim Strandspaziergang auf sehr unangenehme Weise Bekanntschaft mit den Giftstacheln des Petermännchens machen.

Was sind die typischen Merkmale?
Sie können Petermännchen mitunter schwer erkennen, weil ihre Färbung dem Bodengrund angepasst ist. Ihr Rücken ist bräunlich, die Seiten sind heller mit bläulichem Schimmer und schräg verlaufenden Seitenstreifen. Petermännchen haben eine Länge von bis zu 50 Zentimetern. Augen und Mundspalt sind nach oben gerichtet. Typisch für das Petermännchen sind seine fünf bis acht Stacheln der vorderen Rückenflosse sowie sein Dorn auf dem Kiemendeckel. Vor diesen Abwehrwaffen des Fisches sollten Sie sich in acht nehmen: hier sitzt das Gift, mit dem er sich vor seinen Feinden schützt.

Das ist die Gefahr
Das Gift des Petermännchens enthält Komponenten, die heftigste Schmerzen und lokale Gewebereaktionen hervorrufen. Der Schmerz geht auch über auf benachbarte Körperregionen. Meist entwickelt sich eine starke Schwellung, eventuell bilden sich flüssigkeitsgefüllte Blasen. Nach 24 Stunden erscheint die Wunde oft taub und gefühllos. Sehr selten kommt es zu allgemeinen Symptomen wie Brechreiz, Kreislaufkollaps, Herzrhythmusstörungen, Leistungsminderung oder Temperaturerhöhung.

So können Sie sich schützen
Tragen Sie in gefährdeten Regionen beim Schwimmen oder Waten in flachem Gewässer Bade- oder Strandschuhe. Anglern empfehlen wir Handschuhe, um zappelnde Petermännchen von der Angel oder aus dem Netz zu nehmen.
Petermännchen landen in Frankreich und Skandinavien mitunter als Delikatesse auf dem Teller. Zwar werden den Fischen in aller Regel ihre giftigen Körperteile entfernt, bevor sie in den Handel gelangen, aber sicher ist sicher: Achten Sie daher beim Essen stets auf Dornen und Stacheln.

Was tun im Ernstfall?
Wenn Sie gestochen wurden, erschrecken Sie nicht über den plötzlich auftretenden starken Schmerz. Ziehen Sie die Stacheln und Gewebereste aus der Wunde und desinfizieren Sie die Einstichstelle.
Das Gift der Petermännchen besteht aus Serotonin und einem Protein, das zur Ausschüttung von Histamin führt. Beide Bestandteile sind sehr hitzeempfindlich und werden durch hohe Temperaturen unschädlich gemacht. Tunken Sie daher den betroffenen Körperteil möglichst lange in Wasser, das so heiß ist, wie Sie es gerade noch ertragen können. Denken Sie daran, die Wassertemperatur zuvor zu prüfen, damit Sie sich nicht auch noch verbrühen. Am besten lassen Sie sich dabei von einer weiteren Person helfen.
Einige Menschen reagieren allergisch auf das Gift, was zu Schwindel, Kopfschmerzen, Bewusstlosigkeit oder gar einem Herzstillstand führen kann. Bei Verdacht auf eine allergische Reaktion suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf.

Je nachdem, wo Sie den Urlaub verbringen, kann ein Arztbesuch im Ausland teuer werden. Daher empfehlen wir eine Reisekrankenversicherung. Sie bewahrt Sie vor unabsehbaren Folgekosten, die Ihnen möglicherweise nicht von Ihrer Krankenkasse erstattet werden.

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