Gefährliche Tiere: Die Seewespe

Die Seewespe, auch "mordende Hand", ist ein gefährliches Nesseltier und kommt häufig an den Küsten Australiens vor.

Die Seewespe, auch "mordende Hand", ist ein gefährliches Nesseltier und kommt häufig an den Küsten Australiens vor. Foto: (cc) OurBreathingPlanet/flickr.com


Neunkirchen,

Die Seewespe, lateinisch Chironex fleckeri – mordende Hand, gilt als gefährliches Nesseltier. Sie ist eine Würfelqualle und kommt oft an der Nord- und Ostküste Australiens sowie im westlichen Pazifik vor. Auch beliebte Urlaubsregionen wie das Great Barrier Reef, Cairns, Darwin und Broome sind von der Seewespe betroffen. Wie andere Quallenarten besteht auch sie zu 99 Prozent  aus Wasser und zu einem Prozent aus zwei hauchdünnen Zellschichten. Auf ihren Beutezügen verfolgt sie Fische und Garnelen bis ins flache Wasser und ist so häufig in Ufernähe anzutreffen. Quallen erzeugen durch eine zusammenziehende Bewegung ihrer Schwimmglocke einen Rückstoß und bewegen sich so nach vorne.

Unsichtbare Gefahr
Weil die Seewespe beinahe durchsichtig ist, kann man sie im Wasser kaum erkennen. So kommt es immer wieder zu schmerzhaften Verletzungen, die in einigen Fällen auch tödlich enden können. Am unteren Rand ihrer 30 Zentimeter großen, bläulich schimmernden, würfelförmigen Schwimmglocke befinden sich bis zu drei Meter lange Tentakeln, an denen tausende Nesselkapseln sitzen. Bei Berührung schießt ein Nesselschlauch aus der Kapsel, bohrt sich in die Haut und überträgt ein starkes Gift. Die Beute wird so gelähmt und kann in Ruhe gefressen werden.

Berührung kann tödlich enden
Wird nun ein Mensch zur "Beute", löst das Gift der Seewespe einen brennenden Schmerz aus, der sich binnen Minuten verstärkt. Auf der Haut zeigen sich strickleiterartige Striemen. Betroffene verlieren mitunter innerhalb kurzer Zeit das Bewusstsein. Ohne Gegenmittel können bereits nach wenigen Minuten Muskel- und Atemlähmung sowie Herzstillstand eintreten. Jährlich sterben durch das Gift der Seewespe rund 70 Menschen.

Was tun bei Kontakt?
Badestrände sind in gefährdeten Gebieten in der Regel mit Hinweisschildern und Netzen abgesichert. Baden Sie daher am besten in den geschützten Zonen. Wer außerhalb dieser Abschnitten ins Wasser geht, sollte sich auf unangenehme Begegnungen mit den Würfelquallen einstellen.
Gibt es Anzeichen einer Verletzung durch Kontakt mit einer Seewespe, sollte ein Krankenwagen verständigt werden. Vorhandene Tentakeln entfernen, damit sich nicht weitere Nesselkapseln entladen können. Vorher allerdings handelsüblichen Essig über die verletzte Haut gießen: Der Essig verhindert, dass die Nesselzellen platzen und noch mehr Gift austritt. Keine Bandagen, Alkohol oder andere Flüssigkeiten anwenden, das könnte die Vergiftung noch verschlimmern! Meist führt der Notarzt eine Schockbehandlung durch, damit sich das Herz-Kreislauf-System wieder stabilisiert. Handelt es sich um eine schwere Vergiftung, ist ein Antiserum erforderlich. Antibiotika helfen bei der Abwehr von Bakterien, die in Wunden eindringen können.

Die kleine Würfelqualle: Irukandji

Etwas weniger gefährlich ist die kleine Würfelqualle Irukandji. Sie ist nur etwa zwei Zentimeter groß und kommt an den westlichen und nördlichen Küsten Australiens in tieferen Wasserschichten vor. Sie ist daher eher für Taucher eine Bedrohung. Symptome wie Übelkeit, Hitzeschübe, Bauch, Kopf- und Gliederschmerzen treten erst etwa eine halbe Stunde nach dem Stich auf. Hier sind jährlich etwa 60 Menschen betroffen. Gegen die Beschwerden hilft Magnesium.

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