Gefährliche Tiere: Willkommen Wolf!

Wolf

Foto: (cc) ahlea/Flickr


Neunkirchen,

Seit Mitte der neunziger Jahre leben in Deutschland wieder Wölfe in freier Wildbahn. Wer durch die einsamen Landstriche der Lausitz streift, begegnet mit viel Glück und Geduld ihren Spuren, hört vielleicht ihr Heulen oder erblickt das lange ausgerottete Tier sogar leibhaftig in der Dämmerung. Doch was die Naturschützer freut, löst auch Verunsicherung aus: Können – hungrige - Wölfe dem Menschen gefährlich werden?

Die Geschichte vom bösen Wolf - Verfolgung, Ausrottung und Wiederkehr
Vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit war die Beziehung des Menschen zum Wolf in Europa von Angst und Dämonisierung geprägt. Jeden Winter kursierten neue Schauergeschichten von Wolfsüberfällen in Polen und Russland auf Schulkinder beim Schlittenfahren und sogar auf ganze Dörfer. Die meisten Berichte waren frei erfunden. Nutztiere schlägt der Wolf allerdings bisweilen, weshalb er in der Vergangenheit immer wieder als Feind angesehen wurde.
In Großbritannien, Dänemark, Luxemburg und Deutschland war der Wolf völlig ausgerottet. Dagegen ist die Bevölkerung in Süd- und Osteuropa dem aus vielen Märchen bekannten Isegrim mit erheblich mehr Toleranz begegnet. Größere Populationen von Wölfen leben heute in Osteuropa, auf dem Balkan, in Kanada, Sibirien, der Mongolei und im Iran. Nach 150 Jahren ist der Wolf auch wieder in seine alte Heimat Deutschland zurückgekehrt. Von den insgesamt 21 Rudeln bevölkern allein 14 die Lausitz. Der Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) begleitet in seinem Projekt "Willkommen Wolf!" die Einwanderung der Wölfe, sichert und entwickelt deren Lebensräume und schafft Vertrauen und Toleranz für die Tiere.

Was sind die typischen Merkmale?
Grundsätzlich ähnelt der Wolf einem großen Haushund, wobei der Rumpf im Vergleich zu ähnlich gebauten Hunden länger und der Brustkorb höher und schmaler ist. Der Wolf hat einen relativ großen Kopf und eine breite Stirn. Die Augen setzen schräg an, darüber kommen kurze Ohren.
Es gibt weiße, cremefarbene, dunkle, gelbliche, rötliche, graue und schwarze Wölfe, wobei in Europa graue Wölfe überwiegen. Auf Rücken und Schwanz haben sie meist dunkle Haare; Bauch, Beine und Schnauze sind heller gefärbt. Die Länge vom Kopf bis zum buschigen Schwanz liegt zwischen 1 Meter bis 1,40 Meter.
Wölfe fühlen sich am wohlsten im tiefen Dickicht. Sie leben und jagen gerne im Rudel. Das Wolfsrudel ähnelt einer Familie und besteht aus einen Elternpaar und dessen Nachkommen. Die Raubtiere ernähren sich zu über 90 Prozent von Rehen, Hirschen und Wildschweinen. Die restlichen 10 Prozent ihrer Beute sind Hasen, Mäuse und Schafe.

Wie gefährlich ist der Wolf in Wirklichkeit?
Die Bilder von zerfleischten Schafen und verzweifelten Schäfern, die vor zehn Jahren durch die Medien gingen, haben viele Landwirte verunsichert. Doch das Problem lässt sich lösen: Um Schafe und Ziegen in den Wolfsregionen vor den Raubtieren zu schützen, helfen Zäune und Herdenschutzhunde. Dabei handelt es sich um ausgebildete Hunde, die den Wolf (oder auch wildernde Hunde) als Bedrohung für die Schafherde erkennen und sich ihnen in den Weg stellen.
Den Menschen betrachten Wölfe nicht als Beute. Solange ein Wolf nicht provoziert oder angefüttert wird, geht er uns aus dem Weg, es sei denn er ist krank:
Bei den wenigen Angriffen auf Menschen waren meist Tollwuterkrankungen die Ursache. In den letzten 50 Jahren wurden lediglich neun Fälle in Europa bekannt, bei denen frei lebende Wölfe Menschen töteten. Fast immer wurde bei diesen Wölfen Tollwut nachgewiesen.

Was tun, wenn der Wolf zu nahe ist?

Wolfswelpen fürchten uns nicht und nähern sich mitunter neugierig. Ausgewachsene Wölfe gehören zu den vorsichtigsten Tieren überhaupt und meiden den Menschen.
Auf die Frage, wie man sich verhalten soll, wenn es zu der unwahrscheinlichen Begegnung mit einem Wolf kommt, empfiehlt der NABU diesen seltenen Moment zu genießen und das Tier ruhig zu beobachten. Wer verunsichert ist, sollte sich "groß machen", die Stimme erheben und Distanz aufbauen.
Das Interesse am Wolf ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Die meisten wissen, dass er sie nicht bedroht und gestehen ihm sein Lebensrecht zu.

https://www.nabu.de/aktionenundprojekte/wolf/

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