Gefahr durch Zecken: So kommen Sie sicher durch den Sommer

Foto: majasimenc/sxc.hu

Neunkirchen, 11.06.13

Wenn der Sommer kommt, zieht es die Menschen ins Grüne – und damit in den Lebensraum der Zecken. Im Laub und im hohen Gras warten die winzigen Blutsauger praktisch unsichtbar auf vorbeistreifende Nahrungsspender. Kommt es zum Stich, droht in manchen Gegenden eine gefährliche FSME-Infektion. Wir verraten Ihnen, wie Sie sich am besten schützen – und was zu tun ist, wenn die Zecke bereits zugeschlagen hat.

Die Krankheit
Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Infizierte Zecken übertragen die Viruserkrankung, die im schlimmsten Fall zu einer Hirnhaut- oder Gehirnentzündung führen kann.

Nicht jede FSME-Infektion zieht einen schweren Krankheitsverlauf nach sich. Allerdings hat man mit Beginn der Erkrankung kaum mehr Einfluss auf den Verlauf, weil FSME sich nicht ursächlich behandeln lässt. Deshalb ist es besonders wichtig, bereits die Infektion zu verhindern und eine entsprechende Impfung in Erwägung zu ziehen.

Die Risikogebiete
Das Robert-Koch-Institut benennt fast jedes Jahr neue Risikogebiete für FSME. Dazu zählen annähernd ganz Bayern und Baden-Württemberg. Aber auch Teile von Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zählen zu den riskanten Regionen. Im Ausland besteht die Gefahr durch infizierte Zecken in Österreich, Schweden und in den baltischen Ländern. Wer seine Ferien in den Risikogebieten verbringt und sich viel in der Natur aufhält, sollte sich gegen FSME impfen lassen.

Die Impfung
Die FSME-Impfung ist auch noch kurz vor Urlaubsbeginn möglich. Mit der Schnellimmunisierung – zwei Injektionen innerhalb von zwei Wochen – erreicht man einen guten saisonalen Schutz. Eine weitere Impfung nach 5-12 Monaten stellt den Langzeitschutz her. Nach dieser Grundimmunisierung empfiehlt sich eine Auffrischungsimpfung im Abstand von 3-5 Jahren. Viele Krankenkassen bezahlen den Schutz gegen FSME auch als Reiseimpfung.

Schutz vor Zeckenstichen
Auch wenn man gegen FSME geimpft ist, sollte man sich vor Zeckenstichen schützen. Zecken können nämlich auch andere Erkrankungen übertragen, z. B. die weitaus häufigere Lyme-Borreliose. Wenn Sie folgende Vorsichtsmaßnahmen beachten, sinkt das Risiko gestochen zu werden:
Vermeiden Sie den Aufenthalt im hohen Gras oder Unterholz. Bieten Sie den Zecken durch helle, geschlossene Kleidung möglichst wenig Angriffsfläche. Insektenmittel helfen ein wenig, um die Zecken fernzuhalten. Wenn Sie in der freien Natur waren, sollten Sie den ganzen Körper nach den Milben absuchen. Die Tiere sind winzig und krabbeln auf Körper und Kleidung herum, um eine geeignete Einstichstelle zum Blutsaugen zu finden. Sie bevorzugen dünne und warme Hautstellen. Untersuchen Sie deshalb besonders Arme, Kniekehlen, Hals, Kopf, Schritt und Zehenzwischenräume.

Wenn es zu einem Zeckenstich gekommen ist

Auch wenn man eine Zecke sofort nach dem Stich entfernt, schützt das nicht gegen FSME. Es gilt aber: Je länger die Zecke saugt, umso höher ist das Risiko sich mit den Erregern zu infizieren. Entfernen Sie die Zecke ganz vorsichtig mit einer Zeckenzange, Pinzette oder Zeckenschlinge. Setzen Sie dazu dicht über der Haut an und ziehen, hebeln oder drehen Sie das Tierchen langsam und vorsichtig heraus. Da der Stechapparat einer Zecke zwar viele Widerhaken aber kein Gewinde besitzt, kann die Zecke beim Entfernen sowohl nach rechts als auch nach links bewegt werden.

Hat man die Zecke erfolgreich entfernt, gilt es wachsam zu sein. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn folgende Symptome auftreten oder nicht abklingen: Ausweitung der Rötung, Schwellung, Schmerzen an der Einstichstelle oder Auftreten von Müdigkeit, Fieber, Kopfschmerzen und anderen grippeähnlichen Symptomen.

www.zecken.de

FSME-Risikogebiete in Deutschland


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