In einer fremden Wohnung in Antwerpen

Museum aan de Stroom, Antwerpen

Blick in das Wohnzimmer


Neunkirchen,
Auf der Internet-Plattform Airbnb vermieten Privatleute ihre Zimmer oder Wohnungen. Eine geniale Idee, aber potentiellen Reisenden könnte einiges Sorge bereiten: Ist das Angebot seriös? Klappt der Empfang reibungslos? Ist alles so wie im Internet beschrieben, oder wird beschönigt? Steht man unter Beobachtung der privaten Vermieter? Wir wollen nach Antwerpen und trauen uns an einen Test.

Antwerpen soll es in diesem Jahr werden. Die Kulturhauptstadt Europas 1999 mit Rubenshaus, Diamantenviertel und neuem "Museum aan de Stroom" erkunden, so lautet der Plan für unseren alljährlichen Städtetrip im Frühsommer.

Bei großer Auswahl gezielt suchen
Wer bucht das Hotel? Oder fühlen wir uns in einem Apartment nicht noch wohler? Ein Bekannter empfiehlt die Internet-Plattform Airbnb, auf der Privatpersonen Gästezimmer und ganze Wohnungen vermieten. Airbnb bietet Unterkünfte in 34.000 Städten und 192 Ländern an.
Die Suche auf der Website funktioniert perfekt: Man gibt Stadt, Datum und Anzahl der Gäste ein. Dann lassen sich weitere Filter setzen zur Art der Unterkunft, Preis, Ausstattung und Stadtteil. Wir sind noch nicht festgelegt und neugierig auf die Vorschläge. Nachdem wir uns die ersten reich bebilderten und minutiös beschriebenen Apartments betrachtet haben, werden wir anspruchsvoller: Zwei Schlafzimmer wären prima, Terrasse und WLAN ebenfalls. Am Ende entscheiden wir uns für eine geräumige Wohnung in Antwerpen-Zuid mit eleganten englischen Möbeln, liebvollen Details, vielen Stehlampen und Kronleuchtern sowie einem kleinem Garten. Der Blick auf die Gästebewertungen darf nicht fehlen: allesamt positiv.

Achten Sie auf das Kleingedruckte!
Auf dem Bild wirkt die Gastgeberin recht locker. Doch ihre Stornierungsbedingungen sind streng. Wenn wir weniger als sieben Tage vor Antritt der Reise absagen, ist der volle Preis fällig. Das Prinzip von privat zu privat kennt also keine Gnade. Wir buchen trotzdem. Dabei stellen wir fest, dass die Servicegebühr von Airbnb happig ist. Immerhin wird sie angezeigt. Diese Transparenz ist sympathisch. Das bekannte Hotelbuchungsportal Booking.com verschweigt solche Feinheiten. Für die Benutzung der Online-Plattform Airbnb verlangt der Betreiber vom Gast einen Betrag von 6-12 Prozent. Je niedriger die Buchungssumme, desto höher der Anteil der Servicegebühr. Außerdem berechnet er ein Honorar vom Gastgeber, „um die Kosten für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs abzudecken“, wie es zur Begründung heißt.

Wie im Internet beschrieben
Das Geschäftsmodell des 2008 gegründeten Unternehmens aus San Francisco geht auf. Nach Schätzung der Zeitschrift Forbes betrug der Jahresumsatz im letzten Jahr 150 Millionen Dollar. Mit der Ursprungsidee von "Airbed and breakfast" (Luftmatratze und Frühstück) dürften die meisten Unterkünfte nichts (mehr) gemein haben. Unsere belgische Wohnung glücklicherweise auch nicht. Im Gegenteil: Das im Internet so exquisite Quartier überzeugt auch in Wirklichkeit.

Perfekte Gastgeber
Wir sind kurz verunsichert, als wir eine Stunde vor angekündigter Ankunft niemanden antreffen. Alles nur Lug und Trug? Keineswegs, beim nächsten Klingeln werden wir herzlich empfangen. Stadtplan, Restaurantempfehlungen und eine kurze Einweisung in die Infrastruktur von Wohnung und Stadt – es ist alles vorhanden. Nur unseren Plan, ein Fahrrad zu mieten, müssen wir aufgeben. Dafür kann die Vermieterin allerdings nichts. Die herzliche Lady teilt uns mit, dass derzeit keine neuen Kunden mehr beim Stadtrad-Vermieter angenommen würden, weil zu wenige Räder vorhanden seien. Zum Trost kramt sie in ihrer Brieftasche und schenkt uns ihre fast volle Zehnerkarte für den öffentlichen Nahverkehr.

Auch unsere letzte Sorge wird zerstreut: Wir stehen nicht unter Beobachtung, denn die Dame wohnt nur noch sporadisch in der Wohnung über uns. Meist lebt sie in ihrem anderen Domizil außerhalb von Antwerpen. Wir genießen ihr volles Vertrauen und erfreuen uns an der großzügig eingerichteten Wohnung samt hochwertiger Bibliothek. Und fühlen uns in jeder Hinsicht heimisch in der Fremde.

Fazit: Unsere Erfahrung mit dem Vermittlungsservice privater Übernachtungen Airbnb war positiv. Es gibt noch weitere Portale mit ähnlichem Service, u. a. www.staydu.com, www.couchsurfing.org und www.fewo-direkt.de.

Damit Ihnen keine Stornierungskosten im Fall eines unerwarteten Reiserücktritts entstehen, empfehlen wir eine Reiserücktrittsversicherung.

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