Kreuzfahrt – Alles an Bord!

Kreuzfahrtschiff in der Karibik

Kreuzfahrten sind immer noch ein Sinnbild für "Urlaub total".

Neunkirchen, 02.09.16

Wer früher auf Kreuzfahrten ging, wurde schnell abgestempelt: Rentner – oder reicher Spießer. Das Image hat sich seither deutlich geändert. Das liegt nicht zuletzt an den neuen Schiffen: Auch für die kommenden Jahre sind die Auftragsbücher der großen Werften voll. Die Reisenden erwarten immer neue Superlative, die auch eine gute Absicherung benötigen.

Die großen Reedereien überbieten sich Saison für Saison. Wo einst simple Laufbahnen und Shuffle Board Felder das gesamte Sportangebot waren, befinden sich nun Fußball- und Tennisfelder, Indoor Skydiving Kabinen, Kletterparks und Riesenrutschen. Auch herkömmliche Pools an Deck haben ausgedient. Großflächige Pool-Landschaften und ausgedehnte Wellness-Anlagen unter Deck bieten den Urlaubern mehr Erholung als so manches Erlebnis-Schwimmbad an Land. Kinder kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Interaktive Wasserparks mit Wasserkanonen, Indoor-Spielplätze oder stehende Wellen zum Surfen – die Urlaubsreise auf See bietet auf wenig Platz so viel wie manches Urlaubsland auf mehreren Quadratkilometern.

Wem Aufzüge bei einem 16-stöckigen Schiff zu voll oder Treppen zu anstrengend sind, der findet auf der „Harmony of the Seas“ eine Rutsche über zehn Decks. Schneller geht es zum Boardwalk kaum. In einigen Bars mixen jetzt Roboter die Drinks und am Abend werden Live-Musicals aufgeführt. Bekannte Bands und Künstler geben Konzerte und in Großraumdiskotheken wird die Nacht zum Tag.


Alle Aktivitäten aufzuzählen, ist nahezu unmöglich – aber es ist sicher für jeden etwas dabei: Wer erwartet in seinem Urlaub auf hoher See schon Parkanlagen zum Entspannen, sogenannte Skywalks und Unterhaltungsshows bis hin zur Eiskunstlaufrevue. Vielfältige Spezialitätenrestaurants runden das Angebot kulinarisch ab.

Neben dem angestaubten Image waren bisher auch hohe Preise ein Grund, weshalb nicht jeder auf eine Kreuzfahrt ging. Ein gewisses Reisebudget muss man nach wie vor einplanen. Neben der Entscheidung für ein Schiff steht vor allem die Wahl der Route an: Mittelmeer oder Karibik, das beeinflusst maßgeblich den Reisepreis. Zwar kostet eine Woche auf dem größten Kreuzfahrtschiff der Welt mit Ziel Mittelmeer ab 1200 Euro – und in der Karibik teilweise 200 Euro weniger. Jedoch kommt die Anreise zum Abfahrtsort jeweils mit dazu. Und da ist ein Flug nach Barcelona deutlich günstiger als nach Puerto Rico oder New York. Alles in allem ist es weiterhin Luxus, in See zu stechen. Wo es früher schönen Ausblick, gutes Essen und etwas Unterhaltung war, garantieren moderne Kreuzfahrtschiffe Unterhaltungsurlaub ohne Langeweile.

Für alles gewappnet

Gegen schwere Stürme auf hoher See sind die Schiffe mit moderner Technik, präziser Wetterberechnung und entsprechender Navigation gewappnet. Wenn es doch einmal so richtig kracht, sorgen Stabilisatoren und vor allem die enormen Ausmaße der Schiffe für eine gewisse Ruhe an Bord. Aber es kann dennoch hin und wieder sehr ungemütlich werden. Nicht nur für empfindliche Mägen steht dann der Besuch beim Schiffsarzt an. Ein Mittel gegen Übelkeit kann Wunder wirken. Diese Behandlung gibt bei größeren Schiffen oft gratis.

Doch gerade bei den vielen neuen Sportmöglichkeiten an Bord ist man gut beraten, sich vorab zu erkundigen, wer die Behandlungskosten bei Unfällen und Verletzungen übernimmt. Bereits die Reiseroute oder die Flagge des Schiffes gibt Informationen darüber, ob die eigene Krankenversicherung bei Krankheit zumindest anteilig zahlt.

Apropos Reiseroute:Wird ein Hafen nicht wie ursprünglich geplant während einer Kreuzfahrt angelaufen, ist dies ein Reisemangel und begründet einen Anspruch auf Minderung des Reisepreises.

Lieber hohe See statt hoher Kosten

Im Krankheitsfall ist es wichtig zu wissen, dass der Arzt an Bord stets eine Privatrechnung ausstellt. Diese übersteigt meistens den erstattungsfähigen Betrag der GKV. Die Restkosten muss der Passagier dann selbst tragen. Wer sich unsicher ist, sollte bei seiner Krankenkasse nachfragen. Fährt der Hochseedampfer unter der Flagge eines Nicht-EU-Staates ohne Sozialversicherungsabkommen, übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung keine Kosten.

Deshalb lohnt sich eine Reisekrankenversicherung, die sowohl an Bord (außer unter deutscher Flagge) als auch beim Landgang gültig ist. Speziell für Kreuzfahrten gibt es darüber hinaus Pakete mit einer Reiserücktritts-, Reiseabbruch-, und Reisegepäckversicherung. Damit sind Passagiere gegen die besonderen Risiken einer teuren Kreuzfahrt gut gesichert.

Damit die private Auslandsversicherung oder die gesetzliche Krankenversicherung die Kosten erstatten, muss der Arzt – egal ob an Land oder an Bord – eine detaillierte Rechnung mit sämtlichen Einzelleistungen erstellen. Bei stationären Behandlungen und Rücktransporten rechnen die Versicherer in der Regel direkt ab, wenn die Krankenhäuser dies akzeptieren. Ambulante  Behandlungen und Medikamente zum Bespiel an Bord durch den Schiffsarzt werden vom Patienten direkt beglichen. Dies kann meist auch am Ende der Reise per Bankkarte geschehen.

Langwierige Erkrankungen absichern

Vor allem wenn eine Erkrankung intensivere Behandlung erfordert, als auf dem Schiff möglich, entstehen hohe Kosten. Auch ein Krankenhausausaufenthalt an Land ist ein organisatorischer und finanzieller Aufwand. Oft ist dann ein Transport per Hubschrauber nötig – oder gleich der Rücktransport ins Heimatland.  Gerade in diesen Härtefällen sind private Reiseversicherungen im wahrsten Sinne Gold wert. Die Reiseabbruchversicherung übernimmt zum Beispiel die Anreisekosten zurück aufs Schiff, wenn dieses seine Reiseroute während des eigenen Krankenhausaufenthaltes bereits fortgesetzt hat. Oder auch wenn man die Reise abbrechen und vorzeitig zurück nach Hause muss.

Eine Reisegepäckversicherung ist zwar häufig überflüssig, aber gerade auf dem Schiff zu empfehlen: Während Reisegepäck im Hotelzimmer über die private Hausratversicherung geschützt ist, gilt dies nicht für die Schiffkabine. Und auch die Reederei ist bei Diebstahl nicht haftbar zu machen.

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