Projekt des Monats - Birashoboka: Die Arbeit von burundikids e.v. mit Straßenkindern

Straßenkids in Burundi

Neunkirchen,

Die Arbeit mit Straßenkindern ist einer der Schwerpunkte von burundikids e.V. und gleichzeitig eine der schwierigsten Aufgaben im ostafrikanischen Burundi. Der Binnenstaat zählt rund 11 Millionen EinwohnerInnen und zu den ärmsten Ländern der Welt mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von knapp über 300 Dollar pro Kopf. Der Grund liegt im langen Bürgerkrieg, der fast 15 Jahre lang Hutu und Tutsi gegenüberstellte, 300.000 Todesopfer forderte und eine Million Menschen zu Flüchtlingen werden ließ.

SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und JuristInnen sind mit Kindern und Jugendlichen, die ihren Lebensmittelpunkt auf der Straße haben, 365 Tage im Jahr beschäftigt, deren Schicksale sie selbst oft nur schwer verarbeiten können. Einerseits finanziert burundikids e.V. soziale Einrichtungen, in denen Kinder und Jugendliche unterkommen und wieder zur Schule gehen können. Andererseits findet ein wichtiger Teil der Arbeit auf der Straße selbst statt.

Kinder und Jugendliche sensibilisieren
Dazu gehört auch, Kinder und Jugendliche zu unterschiedlichen Themen zu sensibilisieren, mit ihnen zu diskutieren und: ihnen zuzuhören. Gesundheitliche Themen spielen dabei ebenso eine Rolle wie juristische. Wer ist mein Vater und wieso erkennt er mich nicht an? Welche Rechte habe ich in meiner Familie und wieso muss mir der Staat eine Geburtsurkunde und einen Ausweis ausstellen? Fragen, die unsere JuristInnen einerseits kindgerecht beantworten und andererseits gegenüber dem Unverständnis bei manch Erwachsenem oder sogar bei Behörden verteidigen (müssen). Dabei handelt es sich bei den meisten Fällen um fundamentale Rechte des Kindes. Und häufig um – auch unwissentliche – Versäumnisse von Erwachsenen.

Gewalt ist ein großes Problem
Das größte Problem sei die Gewalt auf der Straße, berichtet ein 16-jähriger Junge bei einer der Diskussionsrunden mit SozialarbeiterInnen im Heim. „Und irgendwelche Erwachsene stehlen uns das bisschen Geld, das wir uns verdienen“, ruft ein anderer Junge. Von der Straße weg wollen die Kinder fast ausnahmslos alle. Allein der Gedanke an ein Bett und ruhigen Schlaf fernab der Straße treibt so manchem von ihnen die Tränen in die Augen.


©burundikids e.V.

Familien unterstützen
Mit den Einrichtungen für Kinder und Jugendliche versucht burundikids e.V. zusammen mit seinem lokalen Partner, Fondation Stamm, Kindern und Jugendlichen ein Zuhause zu bieten und gleichzeitig mit ihnen ihre (Re-)Integration in die Gesellschaft vorzubereiten. Viele von ihnen haben noch Familien, die jedoch in größter Armut leben. Der Ansatz ist deshalb häufig, die Familie zu unterstützen, um sie zur (Wieder-)Aufnahme des Kindes zu befähigen. Die Kinder und Jugendlichen selbst haben meistens den sehnlichsten Wunsch nach Bildung in Schule und Beruf. Das Zentrum „Birashoboka“ (Kirundi, „Es ist möglich!“) ist für viele die zweite – und letzte – Chance.

Zahlreiche weitere Projekte
Neben der Arbeit mit Straßenkindern betreibt burundikids e.V. Einrichtungen für minderjährige, alleinerziehende Mütter und Opfer sexueller Gewalt, mehrere Kindergärten, Schulen und Ausbildungszentren, unterstützt ein Krankenhaus und arbeitet zusammen mit Kleinbauern am Aufbau landwirtschaftlicher Kooperativen.

EPCM: Eine moderne Schule für Mädchen und Jungen in Burundi
burundikids e.V. setzt in allen Projekten auf Bildung. Eines der ersten und bislang größten Projekte von burundikids e.V. ist die Schule EPCM. Sie bietet einen Kindergarten, eine Grundschule und Sekundarstufe bis zum (naturwissenschaftlichen) Abitur. Außerdem gibt es die Möglichkeit eines technischen Bereichs. Als Fachabitur kann entweder der Zug der pharmazeutisch-technischen Assistenz (PTA), der Krankenpflege oder der Laborassistenz gewählt werden. Zusätzlich wird Banken- und Versicherungswesen gelehrt. Zur Schule gehören mehrere Laborräume für die praktische Ausbildung der PTA und LaborassistentInnen. Mehr als 800 Mädchen und Jungen lernen auf der EPCM und bekommen eine qualitativ hochwertige Vorbereitung auf das Berufsleben.

©burundikids e.V.

Finanzierung von Ausbildung und medizinischer Behandlung
burundikids e.V. finanziert den Betrieb der Schule mit LehrerInnengehältern, Lehrmaterial, Unterhalt und Ausbildern. Trägerin der Schule ist die lokale Partnerorganisation Fondation Stamm. Die SchülerInnen der EPCM und ihre LehrerInnen werden übrigens im Krankenhaus neben der Schule, dem Centre Médical Hippocrate, das burundikids e.V. ebenfalls unterstützt, kostenlos behandelt.

Mehr Infos auf www.burundikids.org

burundikids e.V.
… ist ein politisch und religiös unabhängiger Verein mit Sitz in Köln, der 2003 mit dem Ziel gegründet wurde, Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in Burundi neue Zukunftsperspektiven zu ermöglichen. Der Schwerpunkt liegt auf Bildungsprojekten und der Bekämpfung absoluter Armut bzw. der Sicherstellung fundamentaler Grundbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, sowie dem immer mehr Bedeutung zukommenden Umwelt- und Ressourcenschutz. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Mädchen. Darüber hinaus leistet burundikids einen Beitrag zur entwicklungspolitischen Bildungsarbeit in Deutschland und Europa. Der Verein arbeitet bis auf einen hauptamtlichen Mitarbeiter ausschließlich ehrenamtlich.

Kontakt:
burundikids e.V.
Agrippinawerft 6
50678 Köln
buero(at)burundikids.org
+49 177 434 50 93

Facebook: https://www.facebook.com/burundikidseV/
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