Projekt des Monats - Handicap-Projekt - Ecowasstreet, Freetown

Frauen mit Kind in kleinem Raum

Nahezu kein Raum zum leben für diese Mütter mit Kindern.


Neunkirchen,

Wer in Sierra Leone die Ecowasstreet in Freetown besucht, findet erschreckende Zustände vor. Dort leben in der ersten und zweiten Etage eines vormals leerstehenden Hauses über 150 Kinder und Erwachsene mit Handicap unter menschenunwürdigen Zuständen. Menschen, mit einer Polioerkrankung und/oder von Rebellen verstümmelt, haben dort Unterschlupf gefunden.

Musa Bainda und Gisela Bednarek vom Verein Hilfe direkt Oldenburg-Sierra Leone ViB e.V. haben die Herausforderung angenommen, den Menschen beizustehen. Sie suchen Sponsoren für eine bessere Infrastruktur und um in Notfällen Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel und medizinische Behandlungen bezahlen zu können.

Es fehlt an jeder Ecke

Von der Regierung des Landes gibt es keine Unterstützung. Alle Bewohner müssen für sich selbst sorgen. Weder für Grundnahrungsmittel, Hygieneartikel oder medizinische Versorgung wird gesorgt. Ab und zu werden vom gewählten Vorstand dieser benachteiligten Menschen zu Weihnachten oder Ostern Bittbriefe an Organisationen und reichere Einwohner des Landes geschrieben, wodurch sie manchmal an etwas Reis und Öl gelangen. Einige betteln tagsüber in der Stadt, ein paar Menschen erhalten Nahrungsmittel von Verwandten, die dann mit allen geteilt werden. Die Mehrzahl der behinderten Angehörigen wurde jedoch von ihren Verwandten verstoßen.

Das Haus selbst wurde während der Rebellenzeit von dem Besitzer verlassen. Ungefähr 2012 kehrte er zurück und wollte es wieder in Besitz nehmen. Dabei wurde versucht, die Menschen regelrecht auszuräuchern. An mehreren Stellen wurde Feuer gelegt und in das Dach Löcher geschlagen, damit es durchregnet. Die Menschen wurden geschlagen und es gab einige Todesfälle. Auch die Tertnähmaschinen wurden zerstört, mit denen Kleidung zum Eigengebrauch und Verkauf hergestellt wird. Die Regierung hat nach vielen Protesten den Menschen den weiteren Aufenthalt erlaubt. Allerdings sind sie immer wieder Anfeindungen und Repressalien ausgesetzt. Dies ist vor allem für die Kinder sehr schlimm.
Für die meisten Personen ist es sehr schwer, die Stufen in die höheren Stockwerke zu erklimmen. Sie "hausen" dort mit mehreren Personen in matratzengroßen Verschlägen oder auf den Fluren.

Keine Chancen für Kranke und Kinder

Wenn sie krank sind, werden sie sogar im Regierungskrankenhaus abgewiesen mit dem Hinweis, es sei kein Bett frei. Sogar wenn genügend Geld für eine Behandlung vorhanden ist, werden sie nicht einmal untersucht. Dadurch sind schon viele Menschen gestorben.

Auch die Zukunftsaussichten für die Kinder sind aktuell miserabel. Es gibt in Sierra Leone die Schulpflicht und die Menschen würden ihre Kinder gern zur Schule schicken. Diese setzt aber die Bezahlung von zwei Garnituren Schulkleidung, Bücher, Stifte, Hefte usw. sowie das Mitbringen einer Mahlzeit am Tag voraus. Da dies von den behinderten Menschen nicht zu leisten ist, können ihre Kinder nicht zur Schule gehen.

Ziele

Dieses menschenunwürdige Leben soll verbessert werden. Dafür sollen 50 Unterkünfte, Arbeitsräume, eine Schule und eine Krankenstation gebaut werden. Die Regierung hat bereits ein Landstück zur Verfügung gestellt. Leider fehlen jedoch noch die benötigten Gelder. Bislang gibt nur 3 Sponsoren, die mit einem monatlichen Beitrag helfen, Grundnahrungsmittel wie Reis, Öl oder auch Hygieneartikel und Medikamente kaufen zu können.

Mehr Informationen und wie man helfen kann, steht auf der Projektseite im Internet.

©Hilfe direkt ViB e.V.

Hilfe direkt Oldenburg-Sierra Leone ViB e.V.
Eibenweg 25
26131 Oldenburg
Telefon: 0441 502285
http://www.hilfe-direkt.info/

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Für das Projekt des Monats können sich Organisationen in der Entwicklungszusammenarbeit bewerben. Jeden Monat stellen wir ein Hilfsprojekt auf unserer Website sowie in unseren Social Media-Kanälen vor.

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