Projekt des Monats - Lifegate in Beit Jala, Westjordanland

Kinder machen Musik

Behinderte Kinder machen Musik in der Frühförderung. © CVJM-Gesamtverband

Neunkirchen, 14.12.16

Der Verein Lifegate Rehabilitation – Tor zum Leben - unterhält in Beit Jala ein Hilfszentrum mit therapeutischem und pädagogischem Fachpersonal. Dazu gehört zum Beispiel die Förderung von geistig und körperlich Behinderten in Kindergruppen, in Förderschulen und bei Ausbildungsstellen in Handwerksberufen.

Im arabischen Raum haben es Behinderte noch viel schwerer als bei uns, Unterstützung, eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz zu bekommen. Deshalb unterhält der Verein Lifegate seit 1987 in Beit Jala bei Bethlehem im Westjordanland ein Hilfszentrum mit therapeutischem und pädagogischem Fachpersonal. Die Förderung von geistig und körperlich Behinderten beginnt mit Kindergruppen in der Frühförderung und geht weit über die Betreuung bei der Ausbildung in Handwerksberufen hinaus. Es gibt eine Förderschule mit 10 Klassen und circa 100 Kindern. In abgelegenen Gebieten werden Eltern in Kleingruppen angeleitet, ihre besonderen Kinder besser zu unterstützen. Aktion Hoffnungszeichen unterstützt das Projekt seit 2003.

Betreute Handwerksarbeiten

Viele verschiedene Arbeiten werden in den beschützenden Werkstätten von Lifegate gelehrt und als Dienstleistung nach außen angeboten: Schreinerei, Wäscherei, Schlosserei, Keramikwerkstatt, Textilwerkstatt (Sticken, Stricken, Nähen), Schuhreparatur und Polsterwerkstatt. Außerdem gibt es einen Computer-Trainings-Raum, in dem auch öffentliche Kurse abgehalten werden. 

Medizinische Hilfsmittel

Operationen, durchgeführt in israelischen Krankenhäusern, ermöglichen einer jungen Frau selbständig an Krücken zu gehen. Orthopädische Beinschienen helfen einem Schüler, mit seinem verwachsenen Bein trotzdem Fußball zu spielen. Mit einem neuen Rollstuhl kann ein Junge beim monatlichen Basketball-Freundschaftsspiel mit einer israelischen Mannschaft mitmachen. Lifegate fördert ganz bewusst Begegnungen zwischen Israelis und Palästinensern und unterstützt damit ohne große Reden aktiv den Friedensprozess.

Freiwilligenarbeit

Die Freiwilligen kommen aus der Umgegend und von weit her. Sie helfen in der Physiotherapie oder in den Werkstätten, unterstützen im Kindergarten oder arbeiten im Haus an verschiedenen Stellen mit. Dabei gibt es unterschiedliche Voraussetzungen bei den Freiwilligen, die beispielsweise über den „Deutschen Verein vom Heiligen Lande“ ausgesandt werden. Manche bleiben nur wenige Wochen, andere ein ganzes Jahr, aber alle finden herzliche Aufnahme im Team und bei den Kindern und Jugendlichen. Die herzliche und wertschätzende Atmosphäre im Haus von Lifegate wird von allen hervorgehoben.

Schwierige politische Lage

Zu den Herausforderungen der nächsten Monate und Jahre gehört natürlich immer wieder die angespannte politische Lage, die sich auf vielerlei Weise bemerkbar macht (konkrete Angst, Nichtausstellung von Arbeitserlaubnissen, Schwierigkeiten beim Grenzübergang). Bei Lifegate selbst gibt es einen steigenden Bedarf an Ausbildungsplätzen für Jugendliche mit Behinderung; die neuen Therapieräume müssen ausgestattet werden und das Lehrpersonal soll weiter fortgebildet werden und eine Krankenversicherung erhalten.  
Ort: Beit Jala (Betlehem), palästinensische Gebiete/Westjordanland
Zeitraum: Aktion Hoffnungszeichen fördert dieses Projekt seit 2003, die Einrichtung besteht seit 1987.

Mehr Informationen zur Aktion Hoffnungszeichen gibt es auf der Website des CVJM.

Freiwilige berichten hier über das Projekt.

© CVJM

CVJM-Gesamtverband in Deutschland e. V.
Aktion Hoffnungszeichen
Im Druseltal 8
34131 Kassel

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