Projekt des Monats - Reduzierung der Kinder- und Mütter­sterblich­keit in Indien

Krankenschwester untersucht Kind in Indien

Die Versorgung durch Krankenschwestern ist lebensnotwendig.


Neunkirchen,

Weltweit sterben mehr als 530.000 Frauen während der Kindsgeburt, 25 Prozent davon in Indien. Die Deutsch-Indische Zusammenarbeit e.V. (DIZ) hat es sich mit dem indischen Partner Ecumenical Sangam zum Ziel gemacht, die gesundheitliche Situation zu verbessern und die Kinder- und Müttersterblichkeit in ca. 45 Dörfern und 5 Slums in der Nähe Nagpurs zu reduzieren.

Eine von 59 Frauen läuft dort Gefahr, während Geburtskomplikationen zu sterben (Industrialisierte Länder: eine von 17.000 Frauen). 15-20 Prozent aller Schwangerschaften führen zu unvorhersehbaren Komplikationen während der Geburtsphase. Hauptursache dafür ist in Indien der Mangel an Aufklärung und medizinischer Betreuung. Mehr als die Hälfte aller Frauen entbindet ohne Hilfe einer Hebamme oder eines Arztes. Deshalb werden dort in dem Projekt bis zu 80 junge Frauen zu (Dorf-) Krankenschwestern augebildet.

Krankenschwesterausbildung: Die Frauen werden zuerst zu Dorfgesundheitshelferinnen und Krankenschwestern ausgebildet und mit einem Abschlusszertifikat ausgezeichnet. Dafurch werden die jungen Frauen auch sozial und wirtschaftlich unabhängig, ihr Selbstbewusstsein und ihre Rolle als Frau wird gestärkt. Ein Teil ihres Einkommens fließt auch in die Ursprungsdörfern und -slums der jungen Frauen zurück: Traditionell unterstützen sie mit einem Teil des Einkommens ihre Familien zu Hause.

Untersuchungscamps: Um die Kinder- und Müttersterblichkeit langfristig auf null zu reduzieren, finden Untersuchungscamps (Diagnostic Camps) in Dörfern und Slums statt. Die Gesundheitshelferinnen klären über Gesundheits-, Hygiene- und Ernährungsfragen auf, führen medizinische Vorsorgeuntersuchungen durch und gewährleisten die medizinische Versorgung. Das Vorhaben ist von überragendem Nutzen für die Dörfer und Slums in Nagpur, für die medizinische Versorgung bisher nur sehr schwer zugänglich war.

Die Freiwilligen aus Deutschland arbeiten vor Ort als Unterstützer in der nachhaltigen Landwirtschaft und Regenwasserrückgewinnung oder auf dem Feld. Zudem gibt es Einsatzplätze in der Öffentlichkeitsarbeit. Von den Freiwilligen wird keine spezifische Vorbildung erwartet, jedoch sind Erfahrungen in Gartenbau und Landwirtschaft von großem Vorteil. Die Freiwilligen leben während ihrer Einsatzzeit (6-11 Monate) in Wohnungen, die von der NGO gestellt werden.

Die DIZist eine anerkannte Entsendeorganisation für weltwärts und entsendet jedes Jahr zwei Freiwillige zum Ecumenical Sangam, um junge Erwachsene für entwicklungspolitische Themen zu sensibilisieren. Mit den zurückgekehrten Freiwilligen organisiert die DIZ Bildungsveranstaltungen, um diese zu Multiplikatoren der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit zu machen. Der Verein Deutsch-Indische Zusammenarbeit basiert auf den drei Säulen: Förderung von Projekten der Entwicklungszusammenarbeit in Indien, Entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Deutschland und Freiwilligendienste, Workcamps und Studienreisen.

Mehr Informationen zu den Gesundheitsprogrammen auf der Webseite des Vereins Deutsch-Indische Zusammenarbeit.

©DIZ

Deutsch-Indische Zusammenarbeit e. V.
Odrellstraße 43
60486 Frankfurt am Main
Ansprechpartner: Sarah Mestmacher, Tel.: +49-69-7940 3920, E-Mail: mestmacher@diz-ev.de
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Für das Projekt des Monats können sich Organisationen in der Entwicklungszusammenarbeit bewerben. Jeden Monat stellen wir ein Hilfsprojekt auf unserer Website sowie in unseren Social Media-Kanälen vor.

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