Projekt des Monats - Wohnheim für Autisten in Israel

Gemeinschaft im Wohnheim für Autisten Beit ha Yedidut.


Neunkirchen,

Beit ha Yedidut ist ein Wohnheim für Menschen mit Autismus, einer Kommunikations-, Verhaltens- und Sozial-Störung. Das Wohnheim wurde von ALUT gegründet, einem israelischen Verein, der sich um autistische Kinder und Erwachsene kümmert. Der Verein übernimmt die Pflege und Erziehung und kämpft für die Rechte der autistischen Kinder und Erwachsenen sowie ihrer Familien. ALUT hilft Menschen auf ihrem gesamten Lebensweg – von Geburt an. 

Die Mitarbeiter des Wohnheims versuchen jeden Tag den verschiedenen Bedürfnissen der Bewohner gerecht zu werden. Sie sind überzeugt, dass alle Menschen lernen und dabei Fortschritte machen können, egal ob behindert oder nicht.

Freiwilligenarbeit

Die Freiwilligen der Kölner Freiwilligen Agentur arbeiten im Wohnheim für autistische Erwachsene mit. Sie nehmen gemeinsam mit den Behinderten an vielfältigen Freizeitangeboten teil: Ausflüge, Sport, Schwimmbad, Keramik, Yoga, Musik, Trommeln, Computer, Malen. Diese Aktivitäten werden von Fachlehrern und Kursleitern durchgeführt und von den Freiwilligen unterstützt. Außerdem helfen die Freiwilligen bei der Durchführung der individuellen Förderungsprogramme für die Autisten.

Schwierige Gespräche

Die Arbeit mit den Betroffenen ist oft schwierig und erfordert viel Einfühlungsvermögen. So können Gespräche zwischen einem autistischen Bewohner und einem Freiwilligen ablaufen:
Bei der Ankunft und Begrüßung des Freiwilligen in Israel fragt ein Bewohner: "Was wollen Sie in Israel? Wie ist der Name Ihres Vaters?"
Und als der Freiwillige sich nach einem Jahr verabschieden will und den Bewohner fragt "Hast Du mal Zeit für mich?", antwortet der "Nein."
Freiwilliger: "Heute ist mein letzter Tag, ich möchte Dir „auf Wiedersehen“ sagen."
Bewohner: „Ich möchte mehr Cola."

Erfahrungsbericht

Ursula Bögner berichtet: Nach einem Jahr blicke ich auf zwei einzigartige Seiten meines Freiwilligendienstes. Einerseits die Arbeit mit Autisten, die unglaublich spannend, manchmal tierisch anstrengend, oft super lustig und fast immer extrem war. Andererseits das Leben in Israel, das Reisen im Nahen Osten: Unglaublich spannend, manchmal anstrengend, meistens lustig und auf eine alltägliche Weise ebenfalls immer extrem. Ich habe einzigartige Momente bei der Arbeit und während meiner Freizeit erlebt, habe wunderbare Landschaften, Orte und Gewässer gesehen. Ich habe so gut wie jede Körperflüssigkeit weggewischt, habe unglaublich interessante Menschen getroffen, wurde von Autisten geschlagen und umarmt, von fremden Menschen abgezogen und herzlich aufgenommen, habe Krisensituationen bei der Arbeit und im Alltag gut überstanden. Ich habe Kochen, Zusammenwohnen, sich-Durchsetzen, Reisen und Arbeiten gelernt. Ich bin gelassener, spontaner, großzügiger, offener und souveräner geworden.

©Kölner Freiwilligen Agentur, Ursula Bögner

Mehr Informationen zur Kölner Freiwilligen Agentur

©Eine Welt Netz NRW

Kontakt:
Kerstin Kau
kerstin.kau@koeln-freiwillig.de
Tel. 02 21 - 888 278-23

www.koeln-freiwillig.de

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Für das Projekt des Monats können sich Organisationen in der Entwicklungszusammenarbeit bewerben. Jeden Monat stellen wir ein Hilfsprojekt auf unserer Website sowie in unseren Social Media-Kanälen vor.

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