Projekt des Monats - Brückenschule: Bildung statt Arbeit

Schule statt Arbeit. Für diese Kinder ist ein Traum in Erfüllung gegangen.

Neunkirchen, 21.08.17

Schule statt Kinderarbeit
Grundbildung wird in Indien vom Staat aktiv gefördert. Dennoch ist die Zahl der Schulabbrecher in den unterprivilegierten Schichten in diesem Land sehr hoch. Die Eltern sind oft zu arm oder zu krank, um ausreichend für ihre Familie zu sorgen. Für die Kinder bedeutet dies: sie müssen zum Lebensunterhalt beitragen. Statt in die Schule zu gehen, arbeiten sie auf dem Feld oder in den Slums. In Indien gehen mehr als 65 Millionen Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren nicht zur Schule. Doch wer nicht lesen und schreiben lernt, hat kaum eine Chance, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen.

Die Zielgruppe – Kinder aus unterprivilegierten Schichten
Gemeinsam mit der langjährigen indischen Partnerorganisation Vikasana macht sich die Karl Kübel Stiftung stark für Schulbildung als Strategie gegen Kinderarbeit und Armut. Vikasana hat sich der Arbeit für die unterprivilegierten Gesellschaftsschichten auf dem Land im südwestlichen Bundesstaat Karnataka verschrieben. Die Kinder werden aus ihrem problembelasteten Umfeld gelöst und in das staatliche Schulsystem integriert. Sie erhalten eine umfassende Förderung auf allen Ebenen. Neben der Möglichkeit, regelmäßig zur Schule zu gehen, werden die Kinder zusätzlich gefördert, damit ihnen die Reintegration in das Schulsystem besser gelingt. Außerdem haben sie Zeit und Raum zu spielen, zu tanzen und ihre Talente auszuleben. Sie erhalten regelmäßige Mahlzeiten und werden bei Bedarf auch medizinisch versorgt.

Erfolge
Wie segensreichsreich die Arbeit der Brückenschule ist, zeigt das Beispiel von Supriija. Sie kam als achtjähriges Mädchen in das Brückenschul-zentrum. Heute ist sie 23 Jahre alt und arbeitet als ausgebildete OP-Schwester. Von ihrem weiteren Leben hat sie sehr klare Vorstellungen. Heiraten will sie frühestens mit 28 Jahren, und den Mann wird sie sich selbst wählen. Sie sagt: „Ohne die Möglichkeit, die Schule zu besuchen und ohne die Unterstützung der Stiftung hätte ich nie die Ausbildung und Stelle erreichen können. Ich bin allen dankbar, die dies ermöglicht haben.“

Aufgaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Lehrer, Sozialarbeiter und psychologisch ausgebildetes Personal helfen den Kindern, sich wieder an einen geregelten Tagesablauf zu gewöhnen und in den regulären Schulbetrieb zurückzufinden. Sie fördern ihre Talente und geben ihnen soziale und emotionale Orientierung.
Auch „Freiwillige“ des „weltwärts“-Programmes der Karl Kübel Stiftung sind hier tätig. Zu ihren Aufgaben gehören das Unterrichten (Englisch, Computer etc.) und Versorgung der Kinder.

Herausforderungen für die Zukunft

Ein dauerhaftes förderliches Lernumfeld für Kinder aus benachteiligten Familien zu schaffen. Nur wenn Kinder die Chance auf Bildung und Ausbildung erhalten und nutzen können, haben sie die Chance, zukünftig ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

Schon mit 40 Euro im Monat kann die Versorgung eines Kindes (einschließlich Unterkunft, Verpflegung, medizinischer und pädagogischer Betreuung) sichergestellt werden; 450 Euro finanzieren den Aufenthalt eines Kindes für ein ganzes Jahr. Jährlich werden 35 benachteiligte Kinder gefördert.
Mehr Informationen und wie man helfen kann, steht auf der Seite Helfen und Spenden der Karl Kübel Stiftung

 

Surpriija arbeitet heute als ausgebildete OP-Schweseter. ©Karl Kübel Stiftung


Kontakt:

Karl Kübel Stiftung
Annette Urban-Engels
Darmstädter Straße 100
64625 Bensheim

a.urban-engels(at)kkstiftung.de
Tel.: 06251 - 7005-30

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