Verkehrsunfall im Ausland - was tun?

Unfallfahrzeug

Im Ausland ist ein Unfall meist besonders problematisch.

Neunkirchen, 04.07.16

Ein Verkehrsunfall ist immer schlimm, aber im Ausland wird es meist noch einmal schwieriger. Wie kann ich mich absichern? Was ist, wenn ich verletzt bin? Wie wird der Schaden abgewickelt?

Immer wieder kommt es zu Verkehrsunfällen, wenn Deutsche im Ausland unterwegs sind. Häufig kracht es in Italien, Frankreich und in den Niederlanden - vor allem in der Urlaubszeit, wenn viele mit dem eigenen Auto in die Nachbarländer fahren. Im Ausland gelten oft andere Mindestdeckungssummen als in Deutschland. Deshalb kann es sein, dass ein Unfallschaden im Ausland nicht in voller Höhe erstattet wird. Deutsche Kfz-Versicherer bieten häufig eine Auslandsschadenschutz-Versicherung an, damit der Schaden nach deutschem Standard abgerechnet wird.

Grüne Versicherungskarte

Im Ausland dient die Grüne Versicherungskarte immer noch als Versicherungsnachweis, auch wenn sie in Mitgliedsstaaten der EU und in einigen anderen Ländern, wie beispielsweise der Schweiz und Andorra, nicht mehr Pflicht ist. In der Ukraine, Weißrussland und der Türkei ist die Grüne Versicherungskarte nach wie vor für die Einreise mit dem Auto erforderlich. Jeder EU-Bürger kann sich bei Unfällen in diesen Ländern an den Schadensregulierungsbeauftragten wenden, der vom Versicherer des Unfallgegners benannt wird. Man sollte also herausfinden bei welcher Gesellschaft der Unfallbeteiligte versichert ist. Über den Zentralruf der Autoversicherer unter der Telefonnummer 0180/2502600 lässt sich der zuständige Schadensregulierungsbeauftragte ermitteln. Kann die ausländische Versicherung nicht innerhalb von zwei Monaten ermittelt werden, können sich Geschädigte an die Verkehrsopferhilfe in Berlin als nationale Entschädigungsstelle wenden.

Europäischer Unfallbericht
In allen Ländern ist der Europäische Unfallbericht eine sinnvolle Hilfe. Es gibt ihn online oder direkt beim Versicherer. Er sollte im Fall der Fälle von allen Beteiligten ausgefüllt und unterschrieben werden - das erleichtert später die Schadensabwicklung. Allerdings sollte man selbst nur unterschreiben, wenn man mit allen Angaben einverstanden ist. Der Unfallbericht stellt kein Schuldeingeständnis dar, sondern ist lediglich eine Wiedergabe des Unfallhergangs. Kann man einen Unfallbericht oder ein Polizeiprotokoll vorlegen, sind auch viele ausländische Versicherer zur Regulierung des Schadens bereit.

Möglichst viel dokumentieren
Schäden, die bei einem Unfall im Ausland entstanden sind, sollten zusätzlich gut dokumentiert werden. Am besten macht man direkt am Unfallort Fotos der Fahrzeugkennzeichen, der Beschädigungen an den Fahrzeugen und der Unfallspuren. Auch Kontaktdaten von Zeugen sind hilfreich. Im Zweifelsfall ist es besser, die Polizei zu rufen. Übrigens -  auch wer nur leicht verletzt wird, sollte dies vom Arzt dokumentieren lassen, damit später keine Zweifel aufkommen.

Wohin bei Verletzungen?

Wer schwer verletzt ist und mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wird, ist in der EU meist notfallmäßig über die europäische Krankenversicherungskarte auf dem Niveau des Unfalllandes versichert. Besser ist es, wenn man in so einer Situation eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen hat. Eine Notfallhotline des Versicherers hilft nicht nur, eine geeignete Praxis zu finden. Sie  organisiert auch einen nötigen Krankenhausaufenthaltes oder Krankenrücktransportes und übernimmt die Kosten dafür.

Reisekrankenversicherungen im Vergleich

 

 Alle weiteren News im Überblick


informiert rund um das Thema Reisen.

Ansprechpartner für den News-Bereich von

Stefan Meyer,
Volker Neumann,
Cordula Walter-Bolhöfer
Eisenerzstraße 34
53819 Neunkirchen-Seelscheid
Telefon +49 (0) 2247  91 94 -778
Mobil    +49 (0) 171 33 67 526
presse@dr-walter.com

Unterwegs zu Hause

Mit diesem Newsletter halten wir Sie vierteljährlich über aktuelle Reisethemen auf dem Laufenden.
Ihre Daten werden ausschließlich zur Versendung des Newsletters verwendet.