Reisen mit Tieren: So gelingt der Urlaub

Zwei Hunde schauen aus dem geöffneten Kofferraum eines BMW

Im Auto fahren Hunde am besten in einer Kofferraum-Box mit.

Neunkirchen, 12.05.16

Die Urlaubsreise macht gemeinsam mit Freunden oder Familie am meisten Spaß. Wenn der beste Freund vier Beine hat, braucht es ein bisschen Vorbereitung, damit alle gesund und munter am Urlaubsort ankommen. Die Reise mit Auto, Bahn oder Flugzeug ist für Hund und Katze nicht immer so einfach.

Impfungen, Maulkorbpflicht oder Strandverbot – in jedem Land gibt es unterschiedliche Vorschriften was Hunde dürfen und was nicht. Vor der Reise sollte man sich unbedingt über die Einreise- bzw. Quarantänebestimmungen des jeweiligen Urlaubslandes informieren. Für eine Reise ins Ausland braucht man einen Tierpass und es herrscht "Chip-Pflicht". Die Impfungen sollten auf den aktuellen Stand sein und die Anforderungen des Urlaubslands erfüllen. Als zweite Hürde steht dann die Anreise.

Mit dem Auto

Mit einer zehnstündigen Fahrt nach Spanien sind Hund oder Katze meist überfordert. Deshalb sollten zuvor mehrere kleine Testfahrten genutzt werden, um alle Urlaubsreisenden auf den Ernstfall vorzubereiten. Man kann versuchen, einem Tier die Autofahrt mit angenehmen Dingen wie der Lieblingsdecke oder kleinen Leckereien im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft machen. So findet man auch gleich heraus, ob dem Hausfreud im Auto leicht übel wird oder ob er eine gute Konstitution hat.

Das A und O ist die Planung der Fahrt: Wie sichert man Tiere am besten - mit einem Gitter, Gurt oder einer Transportbox? Das hängt nicht nur von der Größe, sondern auch vom Reiseziel ab. In Spanien genügt kein einfacher Anschnall-Adapter für die Rückbank, der Hund muss von der Fahrgastzelle durch eine Wand oder ein Gitter getrennt sein. Auch eine Tierbox ist zulässig. Um unnötigen Stress und Bußgelder zu vermeiden, sollte man sich daher über die Bestimmungen im Urlaubsland informieren.

Mit Tieren im Auto lieber eine Pause zu viel als zu wenig. Vor allem zur Hauptreisezeit gibt es immer Staus. Dann am besten die Autobahn verlassen und die Zeit für eine Rast nutzen. Zwar schützt eine Klimaanlage auch Tiere vor zu viel Wärme, aber nichts geht über eine kurze Pause mit Spaziergang, damit der Urlaub stressfrei beginnt.

Im Zug

Bei der Deutschen Bahn können Tiere bis zur Größe einer Hauskatze in geschlossenen Boxen kostenfrei mitgeführt werden. Alle Tiere, die größer sind, müssen den halben Fahrpreis (2. Klasse) zahlen. Hunde müssen an der Leine geführt werden und einen Maulkorb tragen, sonst werden Hund und Herrchen aus dem Zug verwiesen. Blindenhunde sind von dieser Regelung ausgenommen und können immer kostenfrei Bahn fahren.

Im Ausland ist das manchmal anders. So sind große Hunde in italienischen Zügen nicht erlaubt. Im Eurostar von Marseille bis London sind Tiere generell nicht erlaubt. In den anderen Ländern der EU sind Hunde grundsätzlich zwar erlaubt – besser jedoch man fragt beim Fahrkartenkauf sicherheitshalber nach.

Zu bedenken ist auch hier die Dauer der Reise. Ein schneller Spaziergang ist bei den kurzen Stops in den Bahnhöfen selten möglich. Jedoch kann sich der Hund zumindest im Zug freier bewegen als beispielsweise im Auto. Oder man wählt anstatt einer Direktfahrt eine Verbindung mit Umstiegen für kleine Erholungspausen. In jedem Fall sollten eine Decke, Wasser und Plastiktüten für den Notfall mit an Bord sein. Ein Hund kann im Normalfall einige Stunden ohne Nahrung auskommen, so wird auch die Verdauung nicht unnötig angeregt. Ein Abteil ist besser geeignet als ein Großraumwagen, wo viele Reize die Ruhe stören

Im Flugzeug

Einige kleinere oder Budget-Airlines nehmen überhaupt keine Tiere mit. Bei den übrigen Anbietern können kleinere Tiere bis acht Kilogramm in einer Box im Passagierraum mitbefördert werden. Größere Tiere werden im Frachtraum transportiert. Der Tierhalter muss selbst auch mitfliegen und frühzeitig einen Platz reservieren. Ebenfalls muss er sich um die Einfuhrbestimmungen, Grenzpapiere, amtsärztlichen Gesundheitszeugnisse, Impfungen, und Zollbestimmungen im Ausland kümmern. Hier hilft eine Nachfrage bei der Botschaft des Ziellandes. Für bestimmte Länder gelten zudem absolute Transportverbote. So werden beispielsweise bei Condor keine Tiere aus bzw. nach Kapstadt, Nairobi oder Dubai transportiert. Auch bestimmte Hunderassen sind oft vom Transport ausgeschlossen.

Wenn es dann um die Rückreise geht, sind ebenfalls Vorkehrungen zu treffen. Besonders strenge Regeln gelten für Urlaube in Ländern mit hohem Tollwutrisiko wie Asien oder Afrika. Hier können nur bestimmte Flughäfen in Deutschland gewählt werden, da die Tiere bei der Einreise immer dem Zoll gemeldet werden müssen. Welche Airports für diese Fälle passend sind, kann auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (bmel.de) nachgelesen werden.

Versicherungsschutz für Tiere auf Reisen

Auch Tiere können in anderen Umgebungen, bei anderen klimatischen Bedingungen oder ungewohnter Nahrung im Urlaub leichter krank werden. Medikamente und Behandlungen im Ausland können teuer werden und ein ungeplanter Rücktransport oder gar eine Operation können schnell fünfstellige Summen kosten. Der Auslandskrankenversicherungsschutz auf Urlaubsreisen ist oftmals in der allgemeinen Tierkrankenversicherung abgedeckt und auch die Tierhalterhaftpflicht gilt meist weltweit. Außerdem gibt es einige Reiserücktrittsversicherungen, bei denen Tiere ähnlich wie Risikopersonen behandelt werden. Kann dann das Tier wegen einer Verletzung nicht wie geplant mitreisen oder wollen Frauchen und Herrchen den kranken Hund nicht alleine zu Hause lassen, übernimmt die Versicherung die Kosten für die Stornierung der Reise. Voraussetzung ist allerdings, dass die mitreisenden Tiere angemeldet wurden.


Folgende Reiserücktrittsversicherungen schließen als Rücktrittsgrund den Hund (und auch die Katze) ein:

Barmenia, Hanse Merkur (auch Katze), Travel Secure (auch Katze), URV

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