Lade­geräte für Back­packer und Abenteuer­reisen

Teil eines iPad mit Ladekabel

Ohne Strom bleibt der Bildschirm schwarz.


Neunkirchen,

Mit dem Rucksack durch Australien oder mit dem Fahrrad bis nach Shanghai… Touren quer durchs Hinterland sind sehr beliebt. Wer sich abseits von Hotels und Städten aufhält, hat jedoch nur schwer Zugang zu Elektrizität. Also was tun mit stromhungrigen Verbrauchern, wie Smartphone, MP3-Player oder Navi?

Die bekanntesten Hilfsmittel, um leere Akkus via USB wieder zum Leben zu erwecken, sind die sogenannten Powerbanks. Ein Nachteil: Um diese wieder aufzuladen, ist eine Steckdose oder Strom per USB notwendig. Wer länger unterwegs ist, müsste also mehrere Powerbanks einpacken. Für alle, die im Urlaub möglichst autark sein möchten, haben wir sechs Alternativen recherchiert.

Handkurbeln mit USB-Ladebuchse

Ein sehr simples, aber dadurch auch nicht so anfälliges Gerät sind Handkurbeln mit USB-Ladebuchse. Wer schon mal auf dem Jakobsweg gepilgert ist, kennt diese Minigeneratoren aus Taschenlampen, die mit Vorliebe morgens gegen 5 Uhr in den großen Schlafsälen von Mitpilgern benutzt werden. Doch statt für einen Lichtschein wird die Energie bei den Handkurbel direkt an den USB-Ausgang und an einen integrierten Akku weitergegeben. Laut Hersteller genügen fünf Minuten kurbeln (über die Geschwindigkeit wird nicht gesprochen) für drei Minuten Sprechzeit oder 30 Minuten Stand-by. Wer also eine Stunde sprechen will, der muss schon länger als eine halbe Stunde am Stück kurbeln. Im Urlaub bzw. gerade bei einer Abenteuerreise fehlt hierfür nicht selten die Zeit. Mit durchschnittlich 20 Euro sind diese Geräte aber im Vergleich sehr günstig.

AMPY MOVE

Apropos Anstrengung: Eine sehr moderne Variante sind Geräte, die kinetische Energie (Bewegung) in Strom umwandeln. So kann der AMPY MOVE mit seinem Akku nach nur einer Stunde Bewegung genügend Power für eine Stunde Smartphone-Nutzung liefern. Nun können Sie ihn also 60 Minuten lang schütteln, oder wer mit dem Rad auf Reisen ist, dem empfiehlt sich eine Befestigung am Bein. Denn das beste Ladeergebnis wird bei Auf-Ab-Bewegungen erzielt. Die genaue Funktionsweise und weitere Befestigungsmöglichkeiten werden in diesem Video dargestellt. Über die Lebensdauer des Geräts lässt sich wenig sagen, aber es wirkt sehr robust. Es ist so groß wie ein Kartenspiel und so schwer wie ein Smartphone. Wer 129 $ (inkl. Befestigungs-Kit) investiert, kann mit jedem Schritt seine Akkus aufladen. Gerade für Backpacker, Sportreisende und Wanderer sicher keine schlechte Idee.

Solarladegeräte

Doch wer will sich schon anstrengen? Die Sonne macht das schon. Als kleinere Variante gibt es Solarladegeräte die nur 20x11cm groß sind. Damit spielen sie in einer ähnlichen Kategorie wie moderne Smartphones. Alternativ gibt es faltbare Solarpanels, die aufgrund ihrer größeren Oberfläche auch mehr Leistung bringen. Das klappt bei Sonnenschein und sauberer Oberfläche der Solarzellen ganz gut. Ist der Himmel bewölkt, braucht man sehr viel Geduld oder stellt gar keinen Fortschritt am Ladebalken fest. Preislich bewegen sich die Geräte zwischen 20 und 100 Euro – je nach Speicherkapazität des Akkus und Leistung. Wer genug Saft für Notrufe auf Langzeitreisen haben will, fährt mit dieser Lösung recht gut. Natürlich nur wenn das Reiseziel stimmt: Für Reisen in den skandinavischen Winter gibt es deutlich bessere Technologien. Dazu gleich mehr.

Ein Nachteil des Solarladegeräts ist neben der Größe vor allem eine praktikable Befestigungsmöglichkeit. Also warum nicht gleich das Mini-Kraftwerk auf dem Rücken tragen? Ein Solarrucksack hat eine deutlich größere Oberfläche, die mit Solarzellen bestückt werden kann. Auch hier gibt es Varianten von 30 bis 300 Euro. Die Top-Modelle haben eine Ladestandsanzeige, verschiedene Ausgänge und können ganze Tablets wieder zum Leben erwecken – wenn auch sehr langsam. Im Schnitt laden die meisten Rucksäcke mit 3 bis 5 Watt Spitzenleistung. Gemindert wird diese Leistung aber durch den Winkel der Sonneneinstrahlung. In der Praxis sind die Leistungsdaten aufgrund der Position auf dem Rucksack eher ernüchternd. Positiv: Das Panel kann oftmals abgezippt und anders positioniert werden. So können Pausen auf Wanderungen oder bei Radtouren gut zum Aufladen genutzt werden.
Soweit die vier konventionellen Hilfsmittel für Reisen abseits der Zivilisation. Wer nicht auf Sonne oder Bewegung angewiesen sein möchte, der hat vielleicht Wasser oder Holz zur Verfügung?

myFC PowerTrekk

Mit nur 15 ml Wasser, also ungefähr einem Esslöffel voll, kann ein Akku mit 1200 mAh geladen werden. Ok, dazu benötigt man noch das myFC PowerTrekk (99$) und einen myFCPuck (2,50$). Danach macht die kleine Brennstoffzelle die restliche Arbeit. Ganz ohne Sonne, auch nachts oder im Flugzeug. Und wer doch mal kein Wasser hat, aber vorab die Batterie des PowerTrekks im Hotel aufgeladen hat, darf sich über 3800 mAh freuen. Damit werden auch am Ende der Welt Smartphone und Co. problemlos aufgeladen. Im Grunde also eine sehr gute und einfache Lösung, wenn man eben nicht die „Pucks“ bräuchte. Diese sind mit einem Durchmesser von 5,1 cm, 2 cm Höhe und 30 Gramm Gewicht nicht besonders groß, aber eben dennoch Gepäck. Gerade bei den angesprochenen Reisearten kann das lästig sein. Außerdem entsteht nach dem Gebrauch der Pucks Abfall, der nicht einfach so in der Natur entsorgt werden sollte.

zum Youtube-Video

Die Wasser-Brennstoffzellen-Lösung ist also deshalb auch nur eingeschränkt geeignet. Eine Variante gäbe es noch, die bei Selbstversorgern oder Campingurlaubern sicher auch in Frage kommt:

Biolite Camp Stove

Der Biolite Camp Stove ist zum einen ein Kocher für das abendliche Camper-Mahl – zum anderen produziert er aber zeitgleich auch Strom. Das hier verlinkte Produkt ist nur ein Beispiel für verschiedene Varianten der Öfen. Sie funktionieren aber im Grunde alle gleich (siehe Video).

zum Video auf Youtube

Bei längeren Reisen quer durch das Hinterland sind kleine Brenner zum Abkochen von Wasser oder Kochen ohnehin notwendig. Jedes Mal, wenn auf der Reise gekocht wird, kann am USB-Anschluss des Kochers das Smartphone geladen werden. Ungefähr 150 Euro kostet diese Allzweckwaffe. Ein Grillaufsatz kann optional dazu gekauft werden. Was etwas stört, ist der recht kleine Platz für das Holz. Aufgrund der großen Hitze muss ziemlich schnell und häufig brennbares Material nachgelegt und dafür jedes Mal der Topf angehoben werden.

Und wie gut lädt die Mini-Küche? Zuverlässig, jedoch bei einer durchschnittlichen Kochdauer von 10 bis 30 Minuten kommt nicht wirklich viel Energie dabei raus. Wer mehr isst als reist, wird damit glücklich. Alle anderen können damit die Strom-Notfallversorgung aufrechterhalten – mehr aber nicht.
Dann die Reise lieber so planen, dass die nächsten Dörfer nicht zu weit entfernt sind oder einfach das Smartphone mal ausgeschaltet lassen.

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