Die Post von der DKV sorgt derzeit bei vielen Bestandskundinnen und -kunden für hochgezogene Augenbrauen. Die Beiträge für die beliebte Jahres-Reisekrankenversicherung werden deutlich erhöht.
Doch bevor das Sonderkündigungsrecht vorschnell genutzt wird, lohnt sich ein genauerer Blick. Denn trotz der Prämienanpassung bleibt die DKV-Reisekrankenversicherung eine der stärksten und zugleich günstigsten Absicherungen auf dem deutschen Markt – und damit ein wichtiger Begleiter für alle, die regelmäßig ins Ausland reisen.
Immerhin wurde die Versicherung im „Finanztest“ (Ausgabe 10/2025) Testsieger. Zudem sind Reisekrankenversicherungen für Reisen bis zu acht Wochen in Deutschland so günstig wie in kaum einem anderen Land.
Warum der Schutz der DKV so wertvoll ist
Die ausgezeichnete Familienpolice FamilyMed Tarif RDN erhielt von der Stiftung Warentest die Bestnote „Sehr gut” (0,7). Und das zu bemerkenswert kleinen Preisen. So kostet der Jahresschutz für eine Familie, deren ältestes Mitglied jünger als 64 Jahre ist, bisher lediglich 27,90 Euro.
Dafür umfasst die Police unter anderem:
- ambulante und stationäre Heilbehandlung
- schmerzstillende Zahnbehandlungen
- Krankentransporte und medizinisch notwendige Rücktransporte
- Kostenübernahme für Suche, Rettung und Bergung bis 10.000 Euro.
Wer schon einmal eine harmlose Erkrankung im Ausland behandeln lassen musste, weiß, dass ein Arztbesuch in Thailand schnell mit 250 Euro zu Buche schlagen kann. Ein Skiunfall mit Helikopterbergung? Da sind 8.000 Euro keine Seltenheit.
Selbst wenn die Prämie der DKV nun um rund 100 Prozent steigt, bleibt der Tarif angesichts dieser Risiken ein ausgesprochen günstiger und solider Schutz – besonders für Familien, die mindestens einmal pro Jahr ins Ausland reisen.
Wichtig zu wissen: Die gesetzliche Krankenkasse bietet im Ausland nur eine Grundversorgung. Die EHIC (Europäische Krankenversicherungskarte) deckt ausschließlich medizinisch notwendige Leistungen ab und auch nur bis zur Höhe der Kosten im Reiseland. Rücktransporte sowie jegliche Behandlung außerhalb Europas müssen von den Reisenden selbst getragen werden. Eine private Reisekrankenversicherung ist daher ein Muss.
Weitere Anbieter prüfen – besonders für Reisende ab 65
Für Menschen über 64 Jahren wird der Versicherungsschutz deutlich teurer. Daher lohnt sich in dieser Altersgruppe ein systematischer Vergleich verschiedener Reisekrankenversicherungen. Entscheidend sind u.a.:
- Rücktransportregelung: „medizinisch notwendig“ oder „medizinisch sinnvoll und vertretbar“?
- Umgang mit Vorerkrankungen
- Geltungsbereich: weltweit inkl. USA/Kanada?
- Sport und Aktivurlaub: Sind Sportverletzungen oder Extremsportarten abgedeckt?
- Reiseverhalten: Jahrespolice für Vielreisende vs. Einzelversicherung für gelegentliche Trips
Versicherung über Kreditkarten – bequeme Lösung mit Tücken
Manche Kreditkarten werben ebenfalls mit einer inkludierten Reisekrankenversicherung. Das klingt zwar verlockend, ist aber oft an Bedingungen geknüpft, beispielsweise daran, dass die Reise zuvor mit dieser Karte bezahlt wurde.
Auch die Leistungen variieren stark. Wer sich auf diesen Schutz verlassen möchte, sollte die Vertragsbedingungen vor Reiseantritt gründlich studieren.

